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Klug, komisch, einfach klasse Petra Förster unterhielt den ausverkauften Rathaussaal auf hohem Kabarettniveau |
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Wird das gut gehen, Kabarett am Freitag, dem Dreizehnten? Diese abergläubische Frauge brauchten sich die Organisatoren vom Staufenberger Kulturring nun wirklich nicht zu stellen. Schließlich hatten sie Petra Förster, seit 20 Jahen auf den Kleinkunstbühnen des Landes zu Hause und als satirisches Lästermaul weit bekannt, mit ihrem Programm "Herz und Hirn" eingeladen. Schon Tage vorher waren die Karten ausverkauft. Komplizierter war die Frage zu lösen, wie man 120 Stühle in den Landwehrhäger Rathaussaal quetscht und woher man sie nehmen soll? Ilona Stemmer-Rühl, Geschäftsführerin des Kulturrings, und ihre fleißigen Helfer mussten sogar in den Büroräumen Nachschub holen. Falls einem Rathausmitarbetier heute sein eingesessener Stuhl ein bisschen fremd vorkommt, liebt es vielleicht daran, dass der imm noch über Försters Wortwitz schmunzelt. Die Zuschauer jedenfalls nahmen Petra Försters komische Kunst begeistert auf. Trafen sich doch die satirischen Überzeichnungen punktgenau mit den Alltagserfahrungend es Einzelnen. Und schon hatte die brillante Kabarettistin ihr Ziel erreicht: ein Tränen lachendes Publikum. Ob als Putzfrau, verwirrter Professor, Feministin, Handwerker oder Finanzguru, ob bei einer Seniorendisko, auf einem Autobahnrastplatz, im Feierabendgesprächskreis oder am Himmelstor - in all diesen humorvollen Szenen präsentierte sich die fränkische Power-frau radikal unterhaltsam, extrem intelligent und empörend gut. War das wirklich nur eine? Jeder einzelne Charakter, egal ob Frau oder Mann, kam überzeugend rüber. Blitzschnell wechselte Förster Rollen und Aussehen. Dabei konnte man fast vergessen, dass da auf der kleinen Bühne nicht zwanuzig, sondern nur eine einzige Person agierte. Mit wenigen Requisiten, dafür aber mit einem schier unerschöpflichen Fundus an Humor, Komik und Satire machte Petra Förster den vermeintlichen Unglücksfreitag für die Staufenberger Kulturring-Freunde zu einem echten Glückstag.
(Ilse-Ruth Uebner, Hessische Niedersächsische Allgemeine) |
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